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Aktuelles Forschungsprojekt: „Plant Studies – kulturwissenschaftliche Pflanzenforschung“ (seit 2017, fortdauernd)

Bereits mein Habilitationsvortrag 2017 widmete sich der medialen Präsenz von Pflanzen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Zum Thema Mensch-Pflanze-Verwandlungen habe ich auf der Jahrestagung der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft in Gent (2017) ein Panel geleitet. Ein Grundlagenartikel zu den sich formierenden Plant Studies ist 2019 in der Kulturwissenschaftlichen Zeitschrift erschienen (double-blind peer-reviewed), wie sich auch ein Grundlagenband, den ich mit Anke Kramer und Berbeli Wanning herausgebe, derzeit im Peer-Review-Verfahren befindet. Namhafte Forscherinnen und Forscher konnten dafür als Beiträger*innen gewonnen werden.

Habilitationsprojekt: „Schreibender Adel – Schreiben über Adel im langen 19. Jahrhundert“ (2011-2017; im Rahmen der Qualifikationsstelle an der Universität Vechta; abgeschlossen)

In meinem Habilitationsprojekt habe ich mich mit einem zentralen Paradigma der bisherigen Literaturgeschichtsschreibung auseinandergesetzt, demzufolge das 19. Jahrhundert dominant als bürgerliches Zeitalter gilt. Mit dem Fokus auf Eichendorff, Droste-Hülshoff und Fontane habe ich die bisherige Forschungsgeschichte des jeweiligen Autors/der jeweiligen Autorin analysiert – und konnte aufzeigen, wie sehr das Thema Adel trotz einzelner prominenter und fundierter Gegenstimmen eine Art ‚blinder Fleck‘ der bisherigen Forschung war. Es zeigt sich zudem mit Blick auf die soziale Herkunft und die jeweiligen Positionierungsstrategien (Pierre Bourdieu und Andreas Reckwitz), wie überaus präsent und vielfältig nicht nur der schreibende Adel, sondern auch das Schreiben über Adel war.

Publiziert in Buchform; mit Druckkostenzuschuss. Zudem zahlreiche Aufsätze zu einzelnen Aspekten veröffentlicht; Ergebnisse auf dem Germanistentag in Saarbrücken 2019 präsentiert.

DFG-Netzwerk-Projekt: „Mensch-Natur-Verhältnisse in der Gegenwartsliteratur“ (seit 2013, fortdauernd; als Voll-Mitglied des DFG-Forschungsnetzwerks „Ethik und Ästhetik ökologischer Transformationen literarischer Repräsentationen“)

Neben Aufsätzen zu ‚Klassikern‘ wie Max Frischs „Der Mensch erscheint im Holozän“ und Christa Wolfs „Störfall“ habe ich mich im Rahmen dieses Netzwerk-Projekts auch Judith Schalanskys „Der Hals der Giraffe“ und Jenny Erpenbecks „Heimsuchung“ beschäftigt sowie theoretisch ausgerichteten Aufsätze zum Ecocriticism publiziert.

2015 Einführung in den Ecocriticism mit Gabriele Dürbeck herausgegeben; ebenso 2019 den Band „Ecolocial Thought in German Literature and Culture“; Tagung 2014 in Vechta organisiert; zahlreiche Vorträge zum Thema.

Postdoc-Projekt II: „Pückler-Muskau – Gartengestalter und Reiseschriftsteller“ (2010-2015; abgeschlossen)

Ergebnis 2015 in Buchform publiziert; mit Druckkostenzuschuss. Zudem verschiedene Aufsätze in unterschiedenen Kontexten zu Pückler-Muskau veröffentlicht.

Postdoc-Projekt I: „Neue Bäume braucht das Land. Zur Einfuhr fremder Baumarten nach Europa“ (2008-2010; im Rahmen der Postdoc-Stelle am DFG-Graduiertenkolleg „Interdisziplinäre Umweltgeschichte“ in Göttingen; abgeschlossen)

Ergebnis 2010 in Aufsatzform publiziert; darüber hinaus Aufsätze zum Status von Gartenkunst als Wissenschaft; zu Baumschulen als Orten der Wissensvermittlung und zum Berufsfeld des Hofgärtners und Gartenkünstlers.

Dissertationsprojekt: „Ein Garten der Literatur. Kulturelle Transformationen der Gartenkunst in Kassel-Wilhelmshöhe 1700-1806 (2003-2008; im Rahmen der interdisziplinären und internationalen Max-Planck-Research School in Göttingen; abgeschlossen)

Im Rahmen meines Dissertationsprojekts habe ich mich mit den Beziehungen und kulturellen Austauschprozessen zwischen Gartenkunst und Reiseliteratur beschäftigt, wobei ich mich dafür auf die Rezeptionstheorie von Wolfgang Iser bezogen habe und mit der theoretischen Annahme kultureller Transferprozesse (Peter Burke) gearbeitet habe. Dies schien mir umso fruchtbarer, als die Gartengestaltung und Literatur im 18. Jahrhundert zunächst stark von französischen Vorstellungen (‚Barockgarten‘) und danach von englischen Einflüssen (‚Landschaftsgarten‘) geprägt war.

Ergebnis 2009 in Buchform publiziert, mit Druckkostenzuschuss der VG-Wort; Auszeichnung der Studie mit dem Kasseler Preis; nominiert für den Gartenbuchpreis Dennenlohe; die Studie war Teil des UNESCO-Welterbe-Antrags (erfolgreich).

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